Wasserstoffsynthese

Ein Edukt der Fischer-Tropsch-Synthese (FTS) ist Wasserstoff (H2). Der Wasserstoff kann durch Elektrolyse gewonnen werden. Da dieser Prozess sehr energieaufwändig ist, sollte die Elektrolyse mittels regenerativer Energiequellen erfolgen. Hier bieten sich in erster Linie Überschusskapazitäten der Stromerzeuger an. Will man die FTS jedoch  zur Herstellung alternativer Treibstoffe und zur Produktion chemischer Grundstoffe einsetzen, werden die Überschusskapazitäten in keiner Weise ausreichen. Man wird die FTS dann in denjenigen Ländern installieren müssen, wo zur Stromerzeugung in hinreichendem Umfang regenerative Quellen existieren. Zu diesen Quellen zählen Wasserkraft, Sonne und Wind. Für Wasserkraft ist Norwegen die erste Adresse. Sonnenenergie steht in südeuropäischen Ländern zur Verfügung. In besonderer Weise böten sich afrikanische Länder an, die dann auch wirtschaftlich von dieser Technologie profitieren würden. Windenergie gibt es reichlich in Küstennähe.

Bei der Elektrolyse wird Wasser (H2O) mittels elektrischem Strom in die Elemente Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zerlegt. Die Standardreaktionsenthalpie liegt hier bei +572 kJ/mol. Die Reaktion ist demnach in hohem Ausmaß endotherm. Energieliefernde Verfahren mit CO2-Emission kommen aus Umweltaspekten hierfür nicht in Frage, da sonst die Intention, CO2-neutrale Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren zu synthetisieren, kontakariert würde. Der Strom kann aus diesem Grund, wie oben bereits erwähnt, nur aus regenerativen Quellen stammen.